Zehn Multiple Choice, zehn Nenn-Aufgaben – genau so, wie die Klausur laut Unterricht aufgebaut ist. Dazu zwei Zusatzrunden: zeitlicher Rahmen und Zusammenhänge. Alle Antworten stehen im Skript, auf den Seiten der Eingrenzung.
Die Punktzahlen sind geschätzt. Aus dem Unterricht ist die Zahl und die Form der Aufgaben bekannt, nicht ihre Gewichtung. Hier zählt jede Multiple-Choice-Aufgabe 2 Punkte und jede Nenn-Aufgabe 3 Punkte. Für den Lerneffekt spielt das keine Rolle, für eine Notenprognose taugt es nicht.
Die zehn Nenn-Aufgaben bewertest du selbst. Freitext lässt sich nicht automatisch prüfen. Du schreibst deine Punkte auf, klappst die Musterlösung auf und vergibst dir 0 bis 3 Punkte — ehrlich, sonst bringt es nichts.
Hinter der Auswertungsgrenze stehen zwei Zusatzrunden: zehn kurze Aufgaben zum zeitlichen Rahmen und zu Größenordnungen, danach zehn Aufgaben zu Zusammenhängen („Wodurch entstand …?“). Beide gehören nicht zum angesagten Klausurformat und zählen getrennt.
Sinnvoll ist das Ganze erst, wenn du das Lernskript einmal durch hast.
Jeweils genau eine Antwort ist richtig. Ein Klick legt fest — danach siehst du sofort, ob es gestimmt hat.
Erst selbst aufschreiben, dann die Musterlösung aufklappen. Wer zuerst aufklappt, erkennt die Antwort wieder und hält das für Können — das ist der häufigste Lernfehler überhaupt.
Kein Teil der zwanzig Klausuraufgaben – deshalb steht diese Runde hinter der Auswertungsgrenze und geht nicht in die 50 Punkte ein. Nur zwei oder drei Antworten je Aufgabe, und gefragt ist die Einordnung, nicht die Jahreszahl: Was lag vor was, welches Jahrzehnt, welche Größenordnung.
Nicht wann etwas war, sondern woraus es entstand. Aufgebaut wie Teil 2: erst selbst aufschreiben, dann aufklappen, dann 0–3 Punkte vergeben.
Diese zehn Aufgaben gibt es, weil das Skript an genau diesen Stellen selbst eine Kette formuliert – „daher“, „dadurch“, „in der Folge“, „für die Entstehung dieser Szene“. Die Musterlösungen sind wieder die Skriptaufzählungen im Wortlaut.
Das Gegenbeispiel: die Pflegeversicherung. Zu ihr sagt das Skript kein Wort darüber, wodurch sie entstand – nur, dass es innerhalb der Regierungszeit Helmut Kohls bis 1998 zu Reformen im Bereich der Sozialversicherungen kam und die Pflegeversicherung 1995 eingeführt wurde. Demografie, Pflegenotstand, Finanzierungslücke wären fachlich naheliegend, stehen aber auf keiner Seite der Eingrenzung. Sie hier zu ergänzen hieße, etwas dazuzudichten, das in der Korrektur nicht als Skriptwissen zählt.
Wird so etwas trotzdem gefragt, ist die belastbare Antwort die Einordnung: eine von mehreren Sozialversicherungsreformen der Regierung Kohl, 1995, zusammen mit der Rentenkopplung 1992 und der Krankenversicherungsreform – und zum Teil von Gewerkschaften und Sozialverbänden heftig kritisiert.