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Zeitstrahl · Kapitel I.2 bis III.1

Der Klausurstoff in chronologischer Reihenfolge.

Das Skript ist thematisch geordnet, nicht zeitlich – die Kapitel springen zwischen den Jahrzehnten hin und her. Hier steht dasselbe noch einmal, aber nach Jahreszahlen sortiert.

Was hier drinsteht – und was nicht

Aufgenommen ist nur, was im Skript eine Jahreszahl hat. Jeder Eintrag nennt das Kapitel, aus dem er stammt, und die Seite im Original. Nichts ist hinzugedacht, nichts aus Zusammenhängen erschlossen.

Angaben, die im Skript keine Jahreszahl tragen – „in den frühen 1990er Jahren“, „ca. 10 Jahre später“ – stehen deshalb nicht auf dem Strahl, sondern unten in einem eigenen Abschnitt. Sie zu Jahreszahlen zu machen wäre geraten.

1949
I.4Asylkompromiss 1993S. 5

Die Fassung von 1949 (Artikel 16 GG) war aufgrund der Erfahrung der NS-Herrschaft sehr offen gefasst

1951
II.1Entwicklung der EU bis in die 1980er JahreS. 6

Die „Keimzelle“ der EU: Vertrag über die Schaffung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), auch Montan-Union. Gründerstaaten: BRD, Frankreich, Italien und die Benelux-Länder

1957
II.1Entwicklung der EU bis in die 1980er JahreS. 6

Der Integrationsprozess wird durch die Römischen Verträge erheblich erweitert: Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Europäische Atomgemeinschaft (EAG oder Euratom)

1973
II.1Entwicklung der EU bis in die 1980er JahreS. 6

Ölkrise (Jom-Kippur-Krieg) – einer der Auslöser der „Eurosklerose“

1979
II.1Entwicklung der EU bis in die 1980er JahreS. 6

Ölkrise (Islamische Revolution im Iran) – der zweite genannte Auslöser

1990
I.3Das wiedervereinigte Deutschland in den 1990er JahrenS. 4

Die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl bestätigt die christlich-liberale Koalition unter Helmut Kohl. Ergebnis: CDU/CSU 43,8 %, SPD 33,5 %, FDP 11,0 %, Grüne 3,8 % (Bündnis 90 1,2 %), PDS 2,4 %

II.2Vertrag von Maastricht 1992S. 8

Die Währungsunion von 1990 – zusammen mit dem „Wirtschaftswunder“ der Bezugspunkt, der die D-Mark zum Symbol machte

1991
I.3Das wiedervereinigte Deutschland in den 1990er JahrenS. 4

Helmut Kohl wird im Januar 1991 abermals zum Bundeskanzler gewählt

I.2Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Deutschen EinheitS. 2

Im Juni 1991 beschließt der Bundestag mit knapper Mehrheit (338:320) den Umzug der Regierung nach Berlin

I.2Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Deutschen EinheitS. 3

Rückgang der ostdeutschen Industrieproduktion auf 30 % des Niveaus von 1989 im April 1991

III.1Rechtsextreme Gewalt im wiedervereinigten DeutschlandS. 12

Asylunterkünfte in Hoyerswerda und Hünxe werden überfallen (34 Verletzte)

III.1Rechtsextreme Gewalt im wiedervereinigten DeutschlandS. 13

Verbot von 17 rechtsextremen Gruppierungen

Zeitraum 1991–2001
1992
I.3Das wiedervereinigte Deutschland in den 1990er JahrenS. 4

Kopplung der gesetzlichen Rente an die Entwicklung der Nettolöhne

I.4Asylkompromiss 1993S. 4

1992 stellen allein 438.000 Menschen einen Antrag auf Asyl

II.2Vertrag von Maastricht 1992S. 7

Vertrag von Maastricht. Ziel: die stufenweise Schaffung einer Wirtschafts- und Währungsunion innerhalb der Staaten der EU

II.1Entwicklung der EU bis in die 1980er JahreS. 6

Die EWG wird in Europäische Gemeinschaft (EG) umbenannt

III.1Rechtsextreme Gewalt im wiedervereinigten DeutschlandS. 12

In Rostock-Lichtenhagen kommt es zu Ausschreitungen gegen einen Wohnblock, in dem vor allem Menschen vietnamesischer Herkunft lebten – Angriffe mit Brandsätzen, Nachbarn und Schaulustige applaudierten zum Teil, die Polizeikräfte blieben nahezu tatenlos

III.1Rechtsextreme Gewalt im wiedervereinigten DeutschlandS. 13

Brandanschlag auf ein Wohnhaus einer türkischen Familie in Mölln

Mölln 1992 und Solingen 1993: zehn Tote
1993
I.4Asylkompromiss 1993S. 5

Artikel 16 GG regelte bis 1993 das Recht auf Asyl in Deutschland

I.4Asylkompromiss 1993S. 5

Der im Mai 1993 vom Bundestag beschlossene Asylkompromiss führt zu bedeutenden Veränderungen im Asylrecht: sichere Herkunfts- und Drittstaaten, Flughafenregelung, eigenes System staatlicher Leistungen für Asylbewerber

II.4Erweiterung und Reform der EU im Lissaboner VertragS. 9

Die Staats- und Regierungschefs der EU legen in Kopenhagen Kriterien für eine Mitgliedschaft fest

III.1Rechtsextreme Gewalt im wiedervereinigten DeutschlandS. 13

Brandanschlag auf ein Wohnhaus einer türkischen Familie in Solingen

1994
I.2Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Deutschen EinheitS. 2

Erst im August 1994 verlassen die restlichen russischen (ehemals sowjetischen) Streitkräfte entsprechend dem 2+4-Vertrag den Osten Deutschlands

I.3Das wiedervereinigte Deutschland in den 1990er JahrenS. 4

Privatisierung der Deutschen Bahn

I.3Das wiedervereinigte Deutschland in den 1990er JahrenS. 4

Die christlich-liberale Koalition entscheidet auch die Bundestagswahl 1994 trotz Verlusten für sich

1995
I.3Das wiedervereinigte Deutschland in den 1990er JahrenS. 4

Einführung der Pflegeversicherung

II.2Vertrag von Maastricht 1992S. 7

Die Staats- und Regierungschefs der EU einigen sich auf „Euro“ als Namen der künftigen Gemeinschaftswährung

II.4Erweiterung und Reform der EU im Lissaboner VertragS. 9

Beginn der Beitrittswelle: 16 Staaten treten der EU bei, darunter viele osteuropäische Länder

Zeitraum 1995–2013
1996
I.3Das wiedervereinigte Deutschland in den 1990er JahrenS. 4

Privatisierung der Deutschen Post

1998
I.3Das wiedervereinigte Deutschland in den 1990er JahrenS. 4

Ende der Regierungszeit Helmut Kohls, in der die Reformen der Sozialversicherungen und die Privatisierungen stattfanden

II.2Vertrag von Maastricht 1992S. 7

Ab 1998 übernimmt die in Frankfurt am Main ansässige Europäische Zentralbank die Funktion, Geldpolitik und Preisstabilität innerhalb der EU zu gewährleisten

1999
II.2Vertrag von Maastricht 1992S. 7

Anfang 1999 wird der Euro zunächst in 11 EU-Staaten im bargeldlosen Zahlungsverkehr eingeführt

2000
III.1Rechtsextreme Gewalt im wiedervereinigten DeutschlandS. 13

Beginn der Mordserie: Die rechtsextreme Terrorzelle NSU ermordet neun Menschen mit Migrationshintergrund und eine Polizistin

Zeitraum 2000–2011
2002
II.2Vertrag von Maastricht 1992S. 7

Zum 1. Januar 2002 folgt die Einführung des Bargelds in den 11 Staaten

2003
II.4Erweiterung und Reform der EU im Lissaboner VertragS. 9

Ein Verfassungsentwurf wird erarbeitet

2005
I.4Asylkompromiss 1993S. 5

In Folge des Asylkompromisses sinkt die Zahl von Asylbewerbern bis 2005 erheblich ab

II.4Erweiterung und Reform der EU im Lissaboner VertragS. 9

Die Erarbeitung einer europäischen Verfassung scheitert zunächst, da alle Mitgliedsstaaten hätten zustimmen müssen. Der Entwurf wird bei den Volksabstimmungen in den Niederlanden und Frankreich abgelehnt

2007
II.4Erweiterung und Reform der EU im Lissaboner VertragS. 10

Der Reformprozess kommt ab 2007 wieder in Gang. Die Bundesregierung unter Angela Merkel tritt dafür ein, große Teile der geplanten EU-Verfassung als Reformvertrag umzusetzen

II.4Erweiterung und Reform der EU im Lissaboner VertragS. 10

Im Dezember 2007 wird der Vertrag – abgeschlossen unter der Ratspräsidentschaft Portugals – in Lissabon beschlossen

2008
II.5Eurokrise 2010S. 10

Im September 2008 geht die traditionsreiche New Yorker Investmentbank Lehman Brothers in die Insolvenz – der Auftakt einer weltweiten Banken- und Wirtschaftskrise

2010
II.5Eurokrise 2010S. 10

Die Banken- und Wirtschaftskrise lässt ab 2010 auch einige Euro-Länder in finanzielle Schieflage geraten

II.5Eurokrise 2010S. 11

Der im Mai nach langen Auseinandersetzungen installierte „Rettungsschirm“ soll die in Schieflage geratenen Länder und ihren Verbleib in der Gemeinschaftswährung sicherstellen

Das Skript nennt hier nur den Monat. Die Jahreszahl stammt aus der Kapitelüberschrift „Eurokrise 2010“, nicht aus dem Satz selbst.

2011
III.1Rechtsextreme Gewalt im wiedervereinigten DeutschlandS. 13

Die Aufdeckung des NSU in Zwickau enthüllt, dass trotz der Intensivierung staatlicher Maßnahmen rechtsextreme Gruppen im Untergrund tätig sein konnten

2013
II.5Eurokrise 2010S. 11

Aufschwung erhält die im Jahr 2013 gegründete „Alternative für Deutschland“ (AfD), die sich als zunächst wirtschaftsliberale politische Kraft profilieren wollte und eine Auflösung der Währungsunion forderte

III.1Rechtsextreme Gewalt im wiedervereinigten DeutschlandS. 13

Ab 2013 steht das überlebende NSU-Mitglied Beate Zschäpe in München vor Gericht

2018
III.1Rechtsextreme Gewalt im wiedervereinigten DeutschlandS. 13

Der Prozess endet mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Im Laufe des Prozesses wurde die Dimension rechtsextremer Gewalt seit den frühen 1990er Jahren noch einmal offenbar

2023
II.2Vertrag von Maastricht 1992S. 8

Bis 2023 folgen 9 weitere Staaten als Teil der Eurozone

Die acht Kapitel als Zeitspannen

Dieselben Daten anders geschnitten: von wann bis wann reicht jedes Kapitel, gemessen an seiner frühesten und spätesten Jahreszahl. Das zeigt, warum das Skript nicht chronologisch gelesen werden kann – die Kapitel überlappen sich.

Kap.Titel im SkriptSpanneSeite
I.2Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Deutschen Einheit1991–19942–3
I.3Das wiedervereinigte Deutschland in den 1990er Jahren1990–19984
I.4Asylkompromiss 19931949 · 1992–20054–5
II.1Entwicklung der Europäischen Union bis in die 1980er Jahre1951–19926–7
II.2Vertrag von Maastricht 19921990–20237–8
II.4Erweiterung und Reform der EU im Lissaboner Vertrag1993–20079–10
II.5Eurokrise 20102008–201310–11
III.1Rechtsextreme Gewalt im wiedervereinigten Deutschland1991–201812–13

Angaben ohne Jahreszahl

Diese Stellen gehören zum Stoff, stehen aber nicht auf dem Strahl: Das Skript nennt dort ein Jahrzehnt, einen Abstand oder gar nichts. Sie zu Jahreszahlen zu machen wäre geraten – also bleiben sie hier stehen, wie sie im Original formuliert sind.