Alles, was in der MPW Klausur drankommt.
Die 17 Themen vom Klausurrelevanz-Blatt – jedes erst erklärt, dann auf einen Merksatz zusammengezogen, dann abgefragt. Kein Vorwissen nötig.
Woher stammt was auf dieser Seite?
Diese Seite wurde mit einer KI erstellt (Claude). Das ist ein guter Grund, misstrauisch zu sein – KI kann überzeugend klingen und trotzdem Unsinn erzählen. Deshalb ist hier alles so gebaut, dass du es nachprüfen kannst, statt es glauben zu müssen.
Drei Ebenen, klar getrennt
| Was | Woher | Woran du es erkennst |
|---|---|---|
| Fakten, Definitionen, Zahlen, Listen | Aus dem Unterrichtsskript von Rolf Janßen. Nichts davon ist erfunden oder aus dem Internet dazugeholt. | Über jedem Thema steht die Foliennummer – z. B. „Skript S. 16–17“. Damit kannst du jede Aussage in der PDF nachschlagen. |
| Auswahl und Reihenfolge | Die 17 Themen stammen 1:1 vom Klausurrelevanz-Blatt deiner Dozentin/deines Dozenten. Die Reihenfolge hat die KI so sortiert, dass Themen aufeinander aufbauen. | Die Nummerierung 01–17 und die fünf Blöcke. |
| Erklärungen, Beispiele, Merksätze, Testfragen | Von der KI formuliert. Das Skript besteht größtenteils aus Stichpunkten auf Folien – die Fließtexte, die Alltagsbeispiele und die Eselsbrücken sind die eigentliche Leistung hier. | Alles, was kein Kasten ist. |
Gelbe Kästen wie dieser bedeuten: Das steht so nicht im Skript. Es gehört zum Thema, ist fachlich Standard und wird in Klausuren oft gefragt – aber du wirst es auf keiner Folie finden. Es gibt elf solcher Kästen auf dieser Seite. Wenn du nur das lernen willst, was garantiert im Unterricht behandelt wurde, überspring sie einfach.
Eine Stelle ist besonders wichtig: Thema 10 (Verbraucherschutz). Das Klausurblatt verlangt die Notwendigkeit des Verbraucherschutzes – im Skript steht dazu aber nur, wie er umgesetzt wird. Die Begründung musste ergänzt werden. Frag da im Zweifel im Unterricht nach.
Grün eingefasste Kästen sind die Kernaussage eines Themas – das, was du auswendig können solltest. Der Inhalt stammt aus dem Skript, die Formulierung als einprägsamer Satz ist von der KI.
Was du der KI nicht blind glauben solltest
Ehrlich gesagt: Es gibt genau zwei Dinge, bei denen du besser gegenprüfst.
- Zahlen und Jahresangaben. Sie sind aus dem Skript übernommen, aber Zahlen sind das, wo eine KI am ehesten daneben liegt. Die Foliennummer steht dabei – ein Blick in die PDF dauert zehn Sekunden.
- Eine bekannte Abweichung: Beim ifo-Index steht im Skript „2× im Jahr“, in der Realität erscheint er monatlich. Das ist im Text an der Stelle vermerkt. Für die Klausur gilt, was im Unterricht gesagt wurde.
Alles andere – die Definitionen, die Zuordnungen, die Zusammenhänge – lässt sich mit den Foliennummern in wenigen Minuten stichprobenartig gegenprüfen. Genau dafür stehen sie da.
Anleitung und Lernplan
Das Skript von Herrn Janßen hat 70 Folien. Auf dem Klausurrelevanz-Blatt stehen aber nur 17 Themen. Alles hier unten ist genau diese Auswahl – in einer Reihenfolge, in der ein Thema auf dem vorherigen aufbaut.
Die drei Bausteine in jedem Kapitel
- Der Fließtext erklärt, warum etwas so ist. Den liest du einmal in Ruhe.
- Merke (grüne Linien) ist der Satz, den du auswendig können solltest. Der reicht in der Klausur für die Definition.
- Prüf dich am Ende jedes Kapitels: Frage lesen, im Kopf beantworten, dann erst aufklappen. Wenn du aufklappst ohne vorher zu antworten, bringt es nichts.
Über jedem Thema steht die Foliennummer im Skript, und gelbe Kästen markieren alles, was dort nicht steht – die Details dazu stehen im Abschnitt Woher stammt was.
Lernplan für zwei Wochen
Rechne mit rund 45–60 Minuten pro Tag. Die Wiederholungstage sind kein Luxus – sie sind der Grund, warum es hängenbleibt.
| Tag | Was | Ziel |
|---|---|---|
| 1–2 | Block A (Themen 1–5) | Die Grundbegriffe. Ohne die versteht man den Rest nicht. |
| 3–5 | Block B (Themen 6–9) | Angebot und Nachfrage. Das Kernstück – hier ruhig einen Tag mehr. |
| 6 | Wiederholung A + B | Nur die Merke-Kästen und alle Prüf-dich-Fragen. |
| 7–8 | Block C (Themen 10–11) | Verbraucherschutz und die drei Politikstile. |
| 9–10 | Block D (Themen 12–15) | Konjunktur und Arbeitsmarkt. Viel Auswendiglernbares. |
| 11 | Block E (Themen 16–17) | Inflation und EZB. Baut stark auf Block D auf. |
| 12 | Wiederholung C–E | Merke-Kästen und Fragen. |
| 13 | Die große Übersicht + Klausurfallen | Alles verknüpfen. Was noch wackelt, gezielt nachlesen. |
| 14 | Nur Merke-Kästen durchblättern | Kein neuer Stoff mehr. Früh ins Bett. |
Weniger als eine Woche Zeit? Dann: Block B und E zuerst (die bringen die meisten Punkte), danach D, dann A, dann C.
Wirtschaften und Volkswirtschaft
Warum wir überhaupt wirtschaften müssen, wer alles mitmacht und wie das Geld im Kreis läuft.
Das ökonomische Prinzip
Fang bei dem Problem an, das dahintersteckt: Menschen haben unbegrenzte Bedürfnisse, aber nur begrenzte Mittel – Geld, Zeit, Rohstoffe, Personal. Das nennt man Knappheit. Und weil die Mittel knapp sind, kann man sie nicht einfach verschwenden. Man muss überlegen. Genau das heißt wirtschaften.
Das ökonomische Prinzip (auch: Rationalprinzip oder Wirtschaftlichkeitsprinzip) ist die Regel, nach der man dabei vorgeht: Man setzt Mittel und Ertrag in ein möglichst gutes Verhältnis. Davon gibt es zwei Ausführungen – und der Unterschied ist nur, was von beidem festgelegt ist.
| Minimalprinzip | Maximalprinzip | |
|---|---|---|
| Was steht fest? | Das Ziel | Die Mittel |
| Was wird optimiert? | Die Mittel – so wenig wie möglich | Der Ertrag – so viel wie möglich |
| Kurzform | Gegebenes Ziel mit möglichst geringem Mitteleinsatz | Mit gegebenen Mitteln den größtmöglichen Ertrag |
| Anderer Name | Effizienz – die Dinge richtig tun | Effektivität – die richtigen Dinge tun |
| Alltag | „Ich will genau diese Jacke. Wo gibt es sie am günstigsten?“ | „Ich habe 100 €. Was hole ich dafür Bestmögliches raus?“ |
| Im Laden | Die Filiale soll 500 Kund:innen am Tag bedienen – mit möglichst wenig Personalstunden. | Die Filiale hat 200 Personalstunden pro Woche – damit möglichst viel Umsatz machen. |
Das Wort im Namen sagt, was du veränderst – nicht, was feststeht. Beim Minimalprinzip minimierst du die Mittel (das Ziel steht fest). Beim Maximalprinzip maximierst du den Ertrag (die Mittel stehen fest). Es ist immer genau eine Größe fest und eine variabel.
Warum das ökonomische Prinzip nicht immer gilt
Das Skript weist ausdrücklich darauf hin: Nicht jede Entscheidung wird nach dem ökonomischen Prinzip getroffen. Daneben stehen
- das ökologische Prinzip – Umwelt und Ressourcen schonen, auch wenn es teurer ist,
- das soziale Prinzip – faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen, gesellschaftliche Verantwortung,
- Sachziele – was genau produziert oder verkauft wird, unabhängig davon, ob es das Lukrativste wäre.
Und genau daraus entstehen Zielkonflikte – das nächste Thema.
Ein Betrieb will seine Energiekosten um 20 % senken. Welches Prinzip ist das?
Minimalprinzip. Das Ziel steht fest (der Betrieb läuft weiter wie bisher), die eingesetzten Mittel – hier die Energie – werden minimiert. Merkhilfe: Es wird etwas reduziert.
Warum kann man nicht gleichzeitig minimieren und maximieren?
Weil dann beide Größen variabel wären und die Aufgabe keine Lösung hätte. „Mit möglichst wenig Mitteln möglichst viel erreichen“ klingt vernünftig, ist aber keine sinnvolle Vorgabe – man weiß nicht, wo man aufhören soll. Das nennt man das Extremumprinzip, und es ist eine beliebte Klausurfalle: Diese Formulierung ist falsch.
Effizienz oder Effektivität – was ist was?
Effizienz = Minimalprinzip = die Dinge richtig tun (sparsam). Effektivität = Maximalprinzip = die richtigen Dinge tun (wirkungsvoll). Man kann sehr effizient das Falsche tun.
Zielkonflikte zwischen den Zielkategorien
Ein Unternehmen verfolgt nie nur ein Ziel. Es will Gewinn machen, aber auch gute Arbeitgeberin sein, und inzwischen auch CO₂ sparen. Diese Ziele gehören zu verschiedenen Zielkategorien, und die vertragen sich nicht automatisch.
| Zielkategorie | Worum es geht | Beispiele |
|---|---|---|
| Ökonomisch | Geld und Wirtschaftlichkeit | Gewinn, Umsatz, Marktanteil, niedrige Kosten, Rendite |
| Ökologisch | Umwelt und Ressourcen | CO₂-Reduktion, weniger Verpackung, regionale Lieferketten, Energiesparen |
| Sozial | Menschen im und um den Betrieb | Faire Löhne, sichere Arbeitsplätze, Ausbildung, Vereinbarkeit Familie/Beruf |
| Sachziele | Das konkrete Leistungsprogramm | Welches Sortiment, welche Qualität, welche Menge, welcher Service |
Die drei möglichen Beziehungen
Zwischen zwei Zielen kann dreierlei bestehen:
- Zielharmonie – das eine Ziel fördert das andere. Beide gewinnen.
- Zielkonflikt – das eine Ziel behindert das andere. Man muss abwägen.
- Zielneutralität (Indifferenz) – die Ziele haben nichts miteinander zu tun.
Der Markt tauscht die alten Kühltheken gegen geschlossene Modelle mit Tür. Das spart Strom (ökologisch) und senkt die Energiekosten (ökonomisch). Ein Ziel zieht das andere mit hoch.
Derselbe Markt stellt auf Bio-Ware aus der Region um. Das ist ökologisch und sozial gut – aber der Einkaufspreis steigt, die Marge sinkt, der Gewinn geht zurück. Ökologisches Ziel gegen ökonomisches Ziel.
Genauso: Höhere Löhne (sozial) bedeuten höhere Personalkosten (ökonomisch). Oder: Längere Öffnungszeiten (Umsatz, ökonomisch) belasten die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden (sozial).
Ein Zielkonflikt liegt vor, wenn die Verfolgung des einen Ziels die Erreichung eines anderen Ziels erschwert oder unmöglich macht. In der Klausur immer so antworten: zwei Ziele aus verschiedenen Kategorien nennen, und dann mit „weil …“ erklären, wieso sich das eine gegen das andere stellt. Ohne das „weil“ gibt es keine vollen Punkte.
Zielkonflikte begegnen dir später noch einmal – im magischen Viereck (Thema 11). Es heißt genau deshalb „magisch“: Seine vier Ziele stehen teilweise im Konflikt zueinander, alle vier gleichzeitig zu erreichen wäre Zauberei. Wenn du das in der Klausur verknüpfst, zeigst du Verständnis statt Auswendiggelerntem.
Nenne einen Zielkonflikt zwischen einem ökonomischen und einem sozialen Ziel – mit Begründung.
Zum Beispiel: Gewinnmaximierung (ökonomisch) steht im Konflikt mit fairer Entlohnung (sozial), weil höhere Löhne die Personalkosten erhöhen und damit den Gewinn schmälern. Genauso gängig: Kostensenkung durch Stellenabbau vs. Sicherung der Arbeitsplätze.
Ist „mehr Umsatz“ und „mehr Gewinn“ ein Zielkonflikt?
In der Regel nein – das sind zwei Ziele aus derselben Kategorie (ökonomisch), die sich meist gegenseitig stützen. Achtung, es kann trotzdem einer werden: Umsatz über starke Rabatte zu steigern erhöht den Umsatz und senkt den Gewinn. Aber für die Klausurfrage nach Zielkonflikten zwischen Zielkategorien brauchst du zwei verschiedene Kategorien.
Nenne ein Beispiel für Zielharmonie im Einzelhandel.
Z. B. Mitarbeiterschulungen: verbessern die Beratungsqualität und damit den Umsatz (ökonomisch) und die Qualifikation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden (sozial). Oder Verpackungsreduktion: spart Material (ökologisch) und Materialkosten (ökonomisch).
Die beteiligten Gruppen an der Volkswirtschaft
Zuerst die Definition aus dem Skript, die kann man fast wörtlich brauchen:
Volkswirtschaft = die Gesamtheit aller Wirtschaftssubjekte eines Landes. Und als Lehre: die Lehre von der Bewirtschaftung knapper gesellschaftlicher Ressourcen in einem Land.
„Wirtschaftssubjekte“ klingt sperrig, meint aber schlicht: alle, die wirtschaftlich handeln. Man sortiert sie in fünf Gruppen (auch: Sektoren oder Pole des Wirtschaftskreislaufs):
| Gruppe | Was sie gibt | Was sie bekommt |
|---|---|---|
| Private Haushalte | Arbeitskraft, Ersparnisse, Steuern | Löhne und Gehälter, Güter, Transferleistungen, Zinsen |
| Unternehmen | Güter und Dienstleistungen, Löhne, Steuern | Arbeitskraft, Kaufpreise, Subventionen, Kredite |
| Staat | Transferleistungen, Subventionen, Infrastruktur, öffentliche Leistungen | Steuern und Abgaben |
| Banken | Kredite, Zinsen auf Guthaben | Spareinlagen, Zinsen auf Kredite |
| Ausland | Importe | Exporte |
Die fünf Gruppen in der Reihenfolge, in der das Kreislaufmodell wächst: Haushalte – Unternehmen (das ist der einfache Kreislauf), dann kommen Staat – Banken – Ausland dazu (das ist der erweiterte Kreislauf).
Welche fünf Gruppen sind an der Volkswirtschaft beteiligt?
Private Haushalte, Unternehmen, Staat, Banken (Kapitalsammelstellen) und das Ausland.
Zu welcher Gruppe gehört eine Auszubildende, die abends noch in ihrem Verein arbeitet?
Zu den privaten Haushalten. Personen sind im Modell immer Haushalte – sie stellen Arbeitskraft bereit und konsumieren. Ein Verein ohne Gewinnabsicht zählt übrigens ebenfalls zu den Haushalten, nicht zu den Unternehmen.
Der einfache Wirtschaftskreislauf
Der Wirtschaftskreislauf ist ein stark vereinfachtes Modell davon, wie Geld und Güter in einer Volkswirtschaft zirkulieren. Der einfache Kreislauf kennt nur zwei Beteiligte: private Haushalte und Unternehmen.
Beachte den Aufbau: Es gibt zwei Arten von Strömen, und sie laufen immer gegeneinander.
- Der Güterstrom (auch: realer Strom oder Leistungsstrom): Arbeitskraft fließt von den Haushalten zu den Unternehmen, fertige Güter fließen zurück.
- Der Geldstrom (auch: nominaler Strom): Löhne fließen von den Unternehmen zu den Haushalten, Kaufpreise fließen zurück.
Jedem Güterstrom steht ein gleich großer Geldstrom in entgegengesetzter Richtung gegenüber. Der Kreislauf ist geschlossen: Was an einer Stelle hineinfließt, kommt an anderer Stelle wieder heraus. Deshalb gilt im einfachen Modell: Einkommen der Haushalte = Konsumausgaben der Haushalte = Einnahmen der Unternehmen.
Die Annahmen – genau das wird gern gefragt
Damit dieses simple Bild aufgeht, muss man einiges wegdenken. Im einfachen Kreislauf gibt es keinen Staat, keine Banken, kein Ausland – und die Haushalte sparen nicht, sondern geben ihr gesamtes Einkommen wieder aus. Nur so bleibt der Kreislauf geschlossen.
Der erweiterte Wirtschaftskreislauf
Realistischer wird es, wenn die drei fehlenden Gruppen dazukommen:
- Staat: nimmt Steuern von Haushalten und Unternehmen, gibt Transferleistungen an Haushalte (Kindergeld, Wohngeld, Bürgergeld) und Subventionen an Unternehmen, kauft selbst ein (Konsumausgaben) und zahlt Löhne im öffentlichen Dienst.
- Banken: nehmen das Sparen der Haushalte auf und geben es als Kredite an Unternehmen zum Investieren weiter.
- Ausland: nimmt Exporte ab und liefert Importe.
Zeichne den einfachen Wirtschaftskreislauf und beschrifte alle vier Pfeile.
Zwei Kästen (Haushalte links, Unternehmen rechts), vier Pfeile:
- Haushalte → Unternehmen: Arbeitskraft (Güterstrom)
- Unternehmen → Haushalte: Lohn/Gehalt (Geldstrom)
- Unternehmen → Haushalte: Güter und Dienstleistungen (Güterstrom)
- Haushalte → Unternehmen: Kaufpreis / Konsumausgaben (Geldstrom)
Welche Annahmen liegen dem einfachen Kreislauf zugrunde?
Kein Staat, keine Banken, kein Ausland, und die Haushalte geben ihr gesamtes Einkommen wieder aus (kein Sparen). Nur unter diesen Annahmen ist der Kreislauf geschlossen.
Was kommt im erweiterten Kreislauf dazu?
Staat (Steuern hinein, Transferleistungen und Subventionen hinaus), Banken (Sparen hinein, Kredite hinaus) und das Ausland (Importe und Exporte).
Die Sektoren der Volkswirtschaft
Man teilt alle Wirtschaftszweige eines Landes in drei Sektoren ein – je nachdem, wie weit sie vom Rohstoff entfernt sind.
| Sektor | Was dazugehört | Anteil DE 2025 |
|---|---|---|
| Primärer Sektor Urproduktion | Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Bergbau – alles, was Rohstoffe direkt gewinnt | 1,0 % |
| Sekundärer Sektor Produzierendes Gewerbe | Industrie, Handwerk, Energieversorgung, Baugewerbe – alles, was Rohstoffe verarbeitet | 28,3 % Produktion 23,4 + Bau 4,9 |
| Tertiärer Sektor Dienstleistungen | Handel, Verkehr, Banken, Versicherungen, Gastgewerbe, Gesundheit, öffentlicher Dienst, Bildung | 70,7 % |
Der Einzelhandel gehört zum tertiären Sektor – er stellt nichts her, er erbringt eine Dienstleistung. Und: Der tertiäre Sektor macht mit rund 70 % den mit Abstand größten Teil der deutschen Wirtschaftsleistung aus.
Der Strukturwandel
Die Anteile sind nicht stabil, sie verschieben sich seit Jahrzehnten in eine klare Richtung: Der primäre Sektor schrumpft (Mechanisierung der Landwirtschaft), der sekundäre schrumpft ebenfalls (Automatisierung, Verlagerung ins Ausland), der tertiäre wächst. Man nennt das den Weg zur Dienstleistungsgesellschaft. Merke dir die Verbindung: Dieser Strukturwandel ist genau die Ursache der strukturellen Arbeitslosigkeit aus Thema 15.
Die Begriffe primär / sekundär / tertiär stehen auf der Folie nicht – dort sind nur die Namen (Landwirtschaft, Produktion, Baugewerbe, Dienstleistung) mit den Prozentwerten genannt. Die Dreiteilung ist aber der Standard und wird in Klausuren fast immer so abgefragt. Lerne beides: die Sektornamen und die Zahlen aus dem Skript.
Ordne zu: Bäckerei, Bäckereifiliale, Weizenbauer.
Weizenbauer → primärer Sektor (Urproduktion). Bäckerei (die backende Produktion) → sekundärer Sektor (Handwerk). Bäckereifiliale, die nur verkauft → tertiärer Sektor (Handel). Schönes Beispiel dafür, dass ein Produkt alle drei Sektoren durchläuft.
Welcher Sektor ist der größte und wie groß ist er?
Der tertiäre Sektor (Dienstleistungen) mit 70,7 %. Danach der sekundäre mit 28,3 % (23,4 % Produktion plus 4,9 % Baugewerbe), zuletzt der primäre mit 1,0 %.
Märkte, Marktformen und Preise
Das Herzstück der Klausur. Wenn du nur Zeit für einen Block hättest, wäre es dieser.
Die Funktionen des Einzelhandels
Der Einzelhandel steht am Ende der Kette: zwischen Hersteller und Endverbraucherin. Man könnte fragen, wozu es ihn braucht – der Hersteller könnte ja direkt liefern. Die Antwort sind seine vier Funktionen aus dem Skript.
| Funktion | Was der Einzelhandel leistet | Für wen |
|---|---|---|
| Versorgungsfunktion | Versorgt die Bevölkerung flächendeckend und wohnortnah mit Gütern – auch in kleinen Orten, auch in kleinen Mengen. | Verbraucher:innen |
| Absatzfunktion | Übernimmt für den Hersteller den Verkauf an die Endkund:innen. Der Hersteller müsste sonst selbst Millionen Einzelkunden beliefern. | Hersteller |
| Sortimentsgestaltung | Bündelt Ware vieler verschiedener Hersteller zu einem Sortiment. Die Kundin bekommt alles an einem Ort und muss nicht zwölf Fabriken abklappern. | Beide |
| Dienstleistungsfunktion | Beratung, Umtausch, Lieferung, Aufbau, Finanzierung, Reklamationsabwicklung, Öffnungszeiten. | Verbraucher:innen |
Die vier: Versorgung – Absatz – Sortiment – Dienstleistung. Merkhilfe über die Blickrichtung: Versorgung und Dienstleistung schauen zur Kundin, Absatz schaut zum Hersteller, Sortiment steht in der Mitte und verbindet beide.
Unter dem Oberbegriff Überbrückungsfunktion fasst man zusammen, welche Abstände der Handel überbrückt:
- Räumlich – Transport von der Fabrik in den Laden
- Zeitlich – Lagerung, damit die Ware da ist, wenn sie gebraucht wird (Erdbeermarmelade im Januar)
- Quantitativ – große Liefermengen in verkaufsfähige Einheiten aufteilen
- Qualitativ – Sortieren, Prüfen, Veredeln, Verpacken
Volkswirtschaftlich ist der Einzelhandel außerdem großer Arbeitgeber, Ausbilder und Steuerzahler.
Nenne die vier Funktionen des Einzelhandels aus dem Skript.
Versorgungsfunktion, Absatzfunktion, Sortimentsgestaltung, Dienstleistungsfunktion.
Ein Drogeriemarkt führt 20 Shampoo-Marken nebeneinander. Welche Funktion ist das?
Sortimentsgestaltung. Der Handel bündelt die Ware vieler Hersteller zu einem Sortiment, sodass die Kundin vergleichen und an einem Ort auswählen kann.
Warum verkauft ein Shampoo-Hersteller nicht einfach selbst an die Endkunden?
Weil er dann Millionen Einzelkund:innen beliefern, beraten und abrechnen müsste – mit eigenen Läden, eigener Logistik, eigenem Personal. Der Handel übernimmt das gebündelt: das ist die Absatzfunktion. Der Hersteller kann sich auf die Produktion konzentrieren.
Marktformen und Marktform-Konstellationen
Zuerst die Definition von Markt: Der Markt ist der Ort, an dem Angebot und Nachfrage zusammentreffen. Das muss kein physischer Ort sein – eBay ist auch ein Markt.
Die Marktform beschreibt, wie viele Teilnehmende auf jeder Seite stehen. Dafür gibt es drei Größen:
- Einer → Monopol
- Ein paar / wenige → Oligopol
- Viele → Polypol
Weil es zwei Marktseiten gibt (Anbieter und Nachfrager), ergeben sich 3 × 3 = neun Konstellationen. Das ist die Tabelle, die du können musst:
| Nachfrager:innen ↓ / Anbieter:innen → | viele | ein paar | einer |
|---|---|---|---|
| viele | Polypol | Angebotsoligopol | Angebotsmonopol |
| ein paar | Nachfrageoligopol | Beidseitiges Oligopol | Beschränktes Angebotsmonopol |
| einer | Nachfragemonopol | Beschränktes Nachfragemonopol | Beidseitiges Monopol |
Du musst neun Felder nicht auswendig lernen. Drei Regeln reichen:
- Benannt wird immer die knappere Seite – denn die hat die Marktmacht. Nur ein Anbieter? „Angebots…“. Nur ein Nachfrager? „Nachfrage…“.
- „Beschränkt“ kommt davor, wenn die andere Seite ebenfalls nicht frei ist, sondern nur „ein paar“ zählt.
- „Beidseitig“ (auch: bilateral) heißt es, wenn beide Seiten gleich knapp sind.
Beispiele, damit es greifbar wird
| Marktform | Beispiel |
|---|---|
| Polypol | Wochenmarkt, Bäckereien in einer Großstadt, Börse – viele Anbieter, viele Käufer |
| Angebotsoligopol | Mineralölkonzerne/Tankstellen, Mobilfunknetze, Automobilhersteller, Lebensmittel-Discounter |
| Angebotsmonopol | Wasserversorgung einer Stadt, Bahnstrecke ohne Alternative, patentgeschütztes Medikament |
| Nachfragemonopol | Die Bundeswehr als einzige Käuferin von Panzern; die Bahn als einzige Käuferin bestimmter Schienenfahrzeuge |
| Beidseitiges Monopol | Ein Spezialzulieferer und genau ein Abnehmer – beide sind aufeinander angewiesen und müssen verhandeln |
Warum interessiert das den Staat? Weil Marktmacht den Wettbewerb aushöhlt. Ein Monopolist kann den Preis quasi frei setzen, weil der Kunde nicht ausweichen kann. Genau deshalb gibt es das Kartellrecht und das Bundeskartellamt – und genau das ist ein Beispiel für Ordnungspolitik (Thema 11).
Vier Konzerne beliefern sehr viele Endkund:innen mit Strom. Welche Marktform?
Angebotsoligopol. Wenige Anbieter („ein paar“), viele Nachfrager. Benannt wird die knappere Seite – hier das Angebot.
Ein einziger Hersteller, und nur drei große Handelsketten kaufen bei ihm. Welche Marktform?
Beschränktes Angebotsmonopol. Die knappere Seite ist das Angebot (einer) → „Angebotsmonopol“. Weil auf der Nachfrageseite auch nur „ein paar“ stehen, kommt beschränkt davor.
Was bedeutet „beidseitiges Oligopol“?
Auf beiden Seiten stehen jeweils nur wenige Teilnehmende – ein paar Anbieter, ein paar Nachfrager. Keine Seite ist eindeutig mächtiger, deshalb „beidseitig“ (bilateral).
Der Gleichgewichtspreis
Erst die Voraussetzung: der vollkommene Markt
Bevor man mit Kurven arbeiten kann, braucht man ein Modell – einen Markt ohne Störungen. Diesen vollkommenen Markt gibt es in der Realität nicht, aber ohne ihn funktioniert die Theorie nicht. Seine vier Bedingungen laut Skript:
- Homogenität der Güter – alle Güter sind von gleicher Art und Qualität. Der Kunde ist zwischen Anbieter A und B gleichgültig.
- Keine Präferenzen – keine persönlichen („ich kauf immer bei Frau Müller“), räumlichen („der Laden ist näher“) oder zeitlichen („der hat sonntags auf“) Vorlieben.
- Vollständige Markttransparenz – alle kennen alle Preise und alle Preisänderungen zu jeder Zeit.
- Unendlich schnelle Reaktionsgeschwindigkeit – niemand hat einen Vorteil durch schnellere Reaktion, alle reagieren gleich schnell.
Ist auch nur eine Bedingung verletzt, spricht man vom unvollkommenen Markt – also von jedem realen Markt.
Die beiden Kurven
Jetzt zu den Kurven. Beide beschreiben denselben Zusammenhang – wie hängt die Menge vom Preis ab – aber aus entgegengesetzter Perspektive:
- Die Nachfragekurve fällt: Je höher der Preis, desto weniger wollen die Kunden kaufen. Logisch – teuer schreckt ab.
- Die Angebotskurve steigt: Je höher der Preis, desto mehr wollen die Anbieter verkaufen. Auch logisch – bei hohen Preisen lohnt sich die Produktion für mehr Anbieter.
Wo sich die beiden Kurven schneiden, liegt der Gleichgewichtspreis (auch Marktpreis oder Cournot'scher Punkt).
Im Gleichgewichtspreis ist die angebotene Menge genau gleich der nachgefragten Menge. Der Markt ist „geräumt“: Jeder, der zu diesem Preis kaufen will, bekommt etwas, und jeder, der verkaufen will, wird die Ware los. In diesem Punkt ist der Marktumsatz maximal.
Was passiert bei einem anderen Preis
| Preis liegt… | Folge | Warum | Der Markt reagiert |
|---|---|---|---|
| über dem GGP | Angebotsüberhang (Überangebot) | Anbieter bieten viel an, Kunden kaufen wenig. Ware bleibt liegen. | Anbieter senken den Preis → zurück Richtung GGP |
| unter dem GGP | Nachfrageüberhang | Kunden wollen viel kaufen, Anbieter bieten wenig an. Ware ist knapp. | Preis steigt → zurück Richtung GGP |
Rechenbeispiel – den GGP aus einer Tabelle ablesen
Das kommt in Klausuren gern als Aufgabe. Gesucht ist die Zeile, in der Angebot und Nachfrage identisch sind:
| Preis | Nachgefragte Menge | Angebotene Menge | Tats. Umsatz |
|---|---|---|---|
| 5 € | 500 | 100 | 500 € |
| 6 € | 400 | 200 | 1.200 € |
| 7 € | 300 | 300 | 2.100 € |
| 8 € | 200 | 400 | 1.600 € |
| 9 € | 100 | 500 | 900 € |
Bei 7 € sind beide Mengen 300 – das ist der Gleichgewichtspreis, die Gleichgewichtsmenge ist 300 Stück. Und siehst du es? Der Umsatz (2.100 €) ist dort am höchsten. Bei allen anderen Preisen wird nur die kleinere der beiden Mengen tatsächlich gehandelt.
Nenne die vier Bedingungen des vollkommenen Marktes.
1. Homogenität der Güter (gleiche Art und Qualität). 2. Keine Präferenzen (weder persönlich, räumlich noch zeitlich). 3. Vollständige Markttransparenz (alle kennen alle Preise jederzeit). 4. Unendlich schnelle Reaktionsgeschwindigkeit (niemand hat einen Zeitvorteil).
Warum fällt die Nachfragekurve und steigt die Angebotskurve?
Nachfrage fällt: Steigt der Preis, kaufen weniger Kunden bzw. kaufen weniger – teuer schreckt ab. Angebot steigt: Steigt der Preis, lohnt sich die Produktion für mehr Anbieter, also wird mehr angeboten.
Der Preis liegt über dem Gleichgewichtspreis. Was entsteht, und was passiert dann?
Ein Angebotsüberhang: Es wird mehr angeboten als nachgefragt, die Ware bleibt liegen. Die Anbieter senken daraufhin den Preis, bis wieder der Gleichgewichtspreis erreicht ist. Der Markt korrigiert sich selbst.
Was ist am Gleichgewichtspreis besonders am Umsatz?
Der Marktumsatz ist dort maximal. Bei jedem anderen Preis wird nur die kleinere der beiden Mengen gehandelt – entweder fehlt Ware oder es fehlen Käufer.
Marktmechanismen: wenn sich die Kurven verschieben
Hier ist zuerst eine Unterscheidung wichtig, an der in Klausuren viele scheitern:
| Bewegung auf der Kurve | Verschiebung der Kurve | |
|---|---|---|
| Auslöser | Der Preis ändert sich | Etwas anderes als der Preis ändert sich |
| Was passiert | Man wandert an derselben Kurve entlang zu einer anderen Menge | Die ganze Kurve wandert nach rechts oder links |
| Beispiel | Die Jeans kostet 10 € mehr, also kaufen weniger Leute sie | Alle bekommen mehr Lohn, also kaufen bei jedem Preis mehr Leute die Jeans |
Nur der zweite Fall ist der Marktmechanismus, um den es hier geht.
Die vier Fälle
| Was verschiebt sich? | Auslöser (Beispiele aus dem Skript) | Neuer Preis | Neue Menge |
|---|---|---|---|
| Nachfrage nach rechts Nachfrage steigt | Lohnerhöhung, höheres Kindergeld, Steuersenkungen, mehr Sozialleistungen, Trend/Mode | steigt | steigt |
| Nachfrage nach links Nachfrage sinkt | Erhöhte Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Steuererhöhungen, Sozialhilfekürzung | sinkt | sinkt |
| Angebot nach rechts Angebot steigt | Subventionen, gesunkene Produktionskosten, verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, bessere Lieferkonditionen | sinkt | steigt |
| Angebot nach links Angebot sinkt | Subventionskürzungen, gestiegene Produktionskosten, höhere Unternehmenssteuern, Lieferengpässe | steigt | sinkt |
Rechts heißt immer mehr, links heißt immer weniger.
Und für die Wirkung auf den Preis: Verschiebt sich die Nachfrage, laufen Preis und Menge in dieselbe Richtung. Verschiebt sich das Angebot, laufen sie gegeneinander. Damit kannst du dir alle vier Zeilen der Tabelle herleiten, ohne sie auswendig zu können.
Staatliche Eingriffe in die Preisbildung
Der Staat kann selbst am Preis drehen – auf zwei sehr unterschiedliche Arten.
| Art | Auch genannt | Wie es wirkt | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Indirekte Eingriffe | marktkonform | Der Staat verändert Angebot oder Nachfrage und lässt den Markt den Preis selbst neu finden. Die Kurven verschieben sich. | Erhöhte Staatsnachfrage, Transferleistungen (Wohngeld, Kindergeld), Steuern und Zölle, Subventionen, verbesserte Abschreibungsregeln, garantierte Abnahmemengen (z. B. Windenergie) |
| Direkte Eingriffe | marktkonträr | Der Staat schreibt den Preis vor. Der Marktmechanismus wird außer Kraft gesetzt – es entstehen Überhänge. | Festpreise (Gebührenordnung für Ärzte, Notare, Architekten), Mindestpreise (Mindestlohn), Höchstpreise (Mietendeckel) |
Bei den direkten Eingriffen wird es interessant, denn ein festgelegter Preis erzeugt zwangsläufig eine Marktstörung:
- Ein Mindestpreis liegt per Definition über dem Gleichgewichtspreis (sonst bräuchte man ihn nicht). Folge: Angebotsüberhang. Beim Mindestlohn heißt das: mehr Menschen wollen zu diesem Lohn arbeiten, als Stellen angeboten werden – also Arbeitslosigkeit.
- Ein Höchstpreis liegt unter dem Gleichgewichtspreis. Folge: Nachfrageüberhang. Beim Mietendeckel: viel mehr Wohnungssuchende als Wohnungen.
Mindestpreis → liegt oben → Angebotsüberhang. Höchstpreis → liegt unten → Nachfrageüberhang. Und die Eselsbrücke, welcher wo liegt: Ein Mindestpreis schützt den Anbieter (er soll nicht zu wenig bekommen), ein Höchstpreis schützt den Käufer (er soll nicht zu viel zahlen).
Der Staat erhöht das Kindergeld. Was passiert im Markt für Kinderkleidung?
Die Haushalte haben mehr Geld → die Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts. Der neue Schnittpunkt liegt weiter oben rechts: Preis steigt, Menge steigt.
Die Energiekosten der Hersteller verdoppeln sich. Was passiert?
Produzieren wird teurer, weniger Anbieter bieten zu jedem Preis an → die Angebotskurve verschiebt sich nach links. Ergebnis: Preis steigt, Menge sinkt. (Angebotsverschiebung → Preis und Menge laufen gegeneinander.)
Warum entsteht durch einen Mindestlohn theoretisch Arbeitslosigkeit?
Der Mindestlohn ist ein Mindestpreis auf dem Arbeitsmarkt und liegt über dem Gleichgewichtspreis. Zu diesem höheren Lohn bieten mehr Menschen ihre Arbeitskraft an, aber die Unternehmen fragen weniger Arbeitskraft nach – es entsteht ein Angebotsüberhang an Arbeitskraft, also Arbeitslosigkeit.
Subventionen für E-Autos: indirekter oder direkter Eingriff?
Indirekt / marktkonform. Der Staat schreibt keinen Preis vor, er verändert nur die Bedingungen – das Angebot verschiebt sich nach rechts (bzw. die Nachfrage, je nachdem wer die Prämie bekommt). Den neuen Preis findet der Markt selbst.
Der Staat im Markt
Warum die soziale Marktwirtschaft überhaupt Eingriffe braucht – und in welchen drei Formen sie stattfinden.
Die Notwendigkeit des Verbraucherschutzes
Erinnere dich an den vollkommenen Markt aus Thema 8. Eine seiner Bedingungen war vollständige Markttransparenz – alle wissen alles. Genau daran scheitert die Realität. Und deshalb braucht es Verbraucherschutz. Das ist die Kernbegründung, die du in der Klausur bringen solltest.
Die Folie 23 zeigt nur, wie Verbraucherschutz umgesetzt wird – nicht, warum er nötig ist. Auf dem Klausurrelevanz-Blatt steht aber ausdrücklich „Notwendigkeit des Verbraucherschutzes“. Die folgenden Gründe sind der Standardstoff dazu.
Warum der Verbraucher Schutz braucht
| Grund | Was dahintersteckt |
|---|---|
| Informationsasymmetrie | Der Anbieter weiß mehr über sein Produkt als die Käuferin – Inhaltsstoffe, Herkunft, Haltbarkeit, Vertragsklauseln. Ohne Kennzeichnung kann sie es nicht prüfen. Der wichtigste Grund. |
| Machtgefälle | Ein Konzern mit Rechtsabteilung steht einer einzelnen Privatperson gegenüber. Die Verhandlungsposition ist ungleich. |
| Komplexität | Verträge, Tarife, Finanzprodukte und AGB sind kaum zu durchschauen. Wer versteht schon jede Klausel im Handyvertrag? |
| Beeinflussung | Werbung, psychologische Preise, Lockangebote, künstliche Verknappung, Dark Patterns im Onlineshop – die Kaufentscheidung wird gezielt gesteuert. |
| Gesundheit und Sicherheit | Bei Lebensmitteln, Elektrogeräten, Kosmetik und Spielzeug kann der Kunde Risiken nicht selbst beurteilen. Fehler können gefährlich werden. |
| Digitalisierung | Online kauft man, ohne die Ware gesehen zu haben; dazu Datenschutz, Abo-Fallen, unklare Anbieter im Ausland. |
Verbraucherschutz ist notwendig, weil zwischen Anbieter und Verbraucher ein Informations- und Machtgefälle besteht. Der Verbraucher ist die schwächere Marktseite und muss auf Augenhöhe gebracht werden – nur so funktioniert echter Wettbewerb, denn der setzt informierte Kunden voraus.
Wie er umgesetzt wird – das steht im Skript
| Träger | Aufgaben |
|---|---|
| Verbraucherzentralen | Beratung und Information der Verbraucher:innen · Verfolgung von Verstößen (Abmahnungen, Klagen gegen unlautere Anbieter) |
| Gesetze | PAngV – Preisangabenverordnung: Endpreis inklusive Mehrwertsteuer muss ausgezeichnet sein, dazu der Grundpreis je kg oder Liter, damit man vergleichen kann. Kennzeichnungspflicht – Zutaten, Allergene, Mindesthaltbarkeitsdatum, Herkunft, Nährwerte. |
- Widerrufsrecht – 14 Tage bei Fernabsatz (online, Telefon, Haustür)
- Gewährleistung – 2 Jahre gesetzliche Mängelhaftung des Verkäufers
- Produkthaftung – der Hersteller haftet für Schäden durch fehlerhafte Produkte
- UWG – Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (irreführende Werbung, Lockangebote)
- Button-Lösung – der Bestellbutton muss eindeutig „zahlungspflichtig bestellen“ heißen
Begründe in zwei Sätzen, warum Verbraucherschutz notwendig ist.
Zwischen Anbieter und Verbraucher besteht ein Informations- und Machtgefälle: Der Anbieter kennt sein Produkt und die Vertragsbedingungen, der Verbraucher kann beides nicht überprüfen. Ohne Schutz wäre der Verbraucher die strukturell schwächere Marktseite – und ein Wettbewerb, in dem Kunden nicht informiert entscheiden können, funktioniert nicht.
Was regelt die PAngV, und wozu?
Die Preisangabenverordnung schreibt vor, dass der Endpreis inklusive Mehrwertsteuer ausgezeichnet wird und bei verpackter Ware zusätzlich der Grundpreis je Kilogramm oder Liter. Zweck: Preise sollen vergleichbar sein – das stellt ein Stück Markttransparenz her.
Welche zwei Aufgaben haben die Verbraucherzentralen?
Beratung und Information der Verbraucher:innen, und Verfolgung von Verstößen – sie können Unternehmen abmahnen und gegen sie klagen.
Die Politikstile zur Umsetzung der Staatsaufgaben
Der Rahmen: soziale Marktwirtschaft
Deutschland hat weder die reine freie Marktwirtschaft (alles regelt der Markt, der Staat ist „Nachtwächter“ – Adam Smith) noch die Planwirtschaft (der Staat plant alles – Karl Marx), sondern eine Mischform: die soziale Marktwirtschaft. Sie steht auf zwei Säulen:
- Der Staat greift aktiv in das Wirtschaftsgeschehen ein.
- Der Sozialstaat wirkt als ausgleichendes Element.
Fiskalpolitik macht der Staat, Geldpolitik macht die EZB. Beide greifen aktiv ein, verfolgen aber eigene Ziele: Der Staat will die Wirtschaft stabil halten, die EZB will den Euro stabil halten. Verwechsle die beiden in der Klausur nicht – das ist eine klassische Fehlerquelle.
Die drei Politikstile
Wenn der Staat eingreift, tut er das auf drei unterscheidbare Arten:
| Politikstil | Was der Staat tut | Für wen es gilt | Beispiele aus dem Skript |
|---|---|---|---|
| Ordnungspolitik | Setzt die Spielregeln und gestaltet den Rahmen des Marktes – greift aber selbst nicht ins Geschehen ein | Für alle Marktteilnehmenden gleichermaßen | Buchpreisbindung, Kartellrecht, Arbeitsrecht und Jugendarbeitsschutz, CO₂-Bepreisung |
| Strukturpolitik | Direktes Eingreifen in den Markt; die Struktur der Wirtschaft soll verändert werden | Für einzelne Marktteilnehmende, Branchen oder Regionen | Bau und Erhalt von Infrastruktur, regionale und sektorale Förderung, Subventionen, Senkung der Stromsteuer für Industrieunternehmen |
| Prozesspolitik | Beeinflusst die Wirtschaftsprozesse, um die Wirtschaft insgesamt zu stabilisieren und zu fördern | Für die gesamte Volkswirtschaft | Antizyklische Maßnahmen (Thema 14); die Unterziele sind das magische Viereck |
Ordnung = für alle. Struktur = für einzelne. Prozess = für die Gesamtlage. Wenn du in einer Klausuraufgabe eine Maßnahme zuordnen sollst, frag dich genau das: Gilt sie für jeden (Ordnung), für bestimmte Betriebe oder Regionen (Struktur), oder soll sie die Konjunktur steuern (Prozess)?
Das magische Viereck
Die Prozesspolitik hat vier Unterziele. Zusammen heißen sie das magische Viereck:
- Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum – gemessen am BIP
- Preisniveaustabilität – gemessen am Verbraucherpreisindex, Ziel rund 2 % Inflation
- Hoher Beschäftigungsstand – gemessen an der Arbeitslosenquote
- Außenwirtschaftliches Gleichgewicht – gemessen an der Zahlungsbilanz, Exporte und Importe sollen sich ausgleichen
Warum „magisch“? Weil es praktisch unmöglich ist, alle vier gleichzeitig zu erreichen. Zwischen ihnen bestehen Zielkonflikte – genau das Konzept aus Thema 2. Beispiel: Starkes Wachstum und Vollbeschäftigung treiben die Löhne und damit die Preise nach oben, die Preisniveaustabilität leidet.
Ordne zu: (a) Kartellrecht, (b) Subventionen für die Solarindustrie, (c) Steuersenkung in der Rezession.
(a) Ordnungspolitik – eine Spielregel, die für alle gilt. (b) Strukturpolitik – direkte Förderung einer einzelnen Branche. (c) Prozesspolitik – zielt auf die gesamtwirtschaftliche Lage, konkret antizyklisches Handeln.
Nenne die vier Ziele des magischen Vierecks.
Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum, Preisniveaustabilität, hoher Beschäftigungsstand, außenwirtschaftliches Gleichgewicht.
Warum heißt das Viereck „magisch“?
Weil zwischen den vier Zielen Zielkonflikte bestehen und es deshalb praktisch unmöglich ist, alle vier gleichzeitig zu erreichen. Beispiel: Vollbeschäftigung und starkes Wachstum treiben die Preise – die Preisniveaustabilität leidet.
Wer macht Fiskalpolitik, wer Geldpolitik – und mit welchem Ziel?
Fiskalpolitik: der Staat (Fiskus), Ziel: die Wirtschaft stabil halten. Geldpolitik: die EZB, Ziel: den Euro stabil halten.
Konjunktur und Arbeitsmarkt
Wie die Wirtschaft in Wellen läuft, woran man die Welle erkennt und was der Staat dagegen tut.
Der Konjunkturzyklus
Die Wirtschaft wächst nicht gleichmäßig, sondern in Wellen: mal läuft es gut, dann flaut es ab, dann geht es wieder aufwärts. Diese Schwankung der gesamtwirtschaftlichen Leistung um den langfristigen Wachstumstrend nennt man Konjunktur.
Gemessen wird sie am BIP
| Kennzahl | Was sie misst | Prinzip |
|---|---|---|
| BIP Bruttoinlandsprodukt | Die Wirtschaftsleistung, die in einer bestimmten Periode im Inland erbracht wurde – egal von wem | Inlandsprinzip |
| BNE Bruttonationaleinkommen | Die Wirtschaftsleistung, die von Inländer:innen erbracht wurde – egal wo | Inländerprinzip |
Und noch eine Unterscheidung beim BIP: nominal = auf Basis der aktuellen Preise. real = inflationsbereinigt. Für Konjunkturaussagen zählt immer das reale BIP – sonst würde bloße Preissteigerung wie Wachstum aussehen.
Die vier Phasen
| Phase | BIP / Arbeitslosigkeit | Gehälter, Nachfrage, Preise | Weitere Merkmale |
|---|---|---|---|
| Aufschwung Expansion | BIP steigt, AL sinkt | steigen leicht | Optimistische Zukunftseinschätzung |
| Hochkonjunktur Boom | BIP auf Höchststand, AL auf Tiefstand | steigen stark | Vollauslastung der Kapazitäten, hohe Investitionen, hohe Kreditnachfrage, hohe Zinsen |
| Abschwung Rezession | BIP sinkt, AL steigt | sinken | Pessimistische Zukunftseinschätzung |
| Konjunkturtief Depression | BIP auf Tiefstand, AL auf Höchststand | sinken stark | Viele Insolvenzen |
BIP und Arbeitslosigkeit laufen immer gegeneinander. Wenn du dir eine Zeile der Tabelle merkst, kannst du die anderen ableiten: Geht das BIP hoch, geht die Arbeitslosigkeit runter – und umgekehrt. Und: Aufschwung/Abschwung sind die Bewegungen, Boom/Depression die Wendepunkte.
Die technische Definition einer Rezession: zwei aufeinanderfolgende Quartale mit sinkendem realem BIP. So entscheiden Statistiker, ob offiziell eine Rezession vorliegt.
Ebenfalls oft gefragt: Die Kritik am BIP als Wohlstandsindikator (Skript S. 36). Im BIP enthalten, aber ohne Wohlstandsgewinn: Beseitigung von Naturkatastrophen, Behandlung nach Unfällen, Ausgaben für Rüstung. Nicht enthalten, aber wohlstandsfördernd: ehrenamtliche Tätigkeiten, Hausarbeit, Care-Arbeit.
Nenne die vier Phasen des Konjunkturzyklus in richtiger Reihenfolge.
Aufschwung (Expansion) → Hochkonjunktur (Boom) → Abschwung (Rezession) → Konjunkturtief (Depression) – und dann beginnt der Zyklus wieder von vorn.
In welcher Phase sind Zinsen und Kreditnachfrage am höchsten – und warum?
In der Hochkonjunktur (Boom). Die Unternehmen investieren stark, weil die Kapazitäten voll ausgelastet sind, brauchen dafür viele Kredite – und die starke Kreditnachfrage treibt die Zinsen nach oben.
Was ist der Unterschied zwischen BIP und BNE?
BIP = alles, was im Inland erwirtschaftet wurde, egal von wem (Inlandsprinzip). BNE = alles, was von Inländer:innen erwirtschaftet wurde, egal wo (Inländerprinzip). Beispiel: Ein französisches Unternehmen produziert in Köln → zählt ins deutsche BIP, aber nicht ins deutsche BNE.
Nominales oder reales BIP – welches nimmt man für Konjunkturaussagen?
Das reale BIP, weil es inflationsbereinigt ist. Sonst würde bloße Preissteigerung als Wirtschaftswachstum erscheinen, obwohl gar nicht mehr produziert wurde.
Konjunktur-Indikatoren
Konjunkturindikatoren sind Messgrößen, mit denen man die aktuelle, die künftige oder auch die vergangene konjunkturelle Lage einschätzen kann.
In dieser Definition stecken schon die drei Arten – künftig, aktuell, vergangen:
| Art | Zeigt… | Beispiele |
|---|---|---|
| Frühindikatoren vorlaufend | …die künftige Entwicklung, bevor sie eintritt | ifo Geschäftsklimaindex – Befragung von Unternehmen GfK Konsumklimaindex – monatliche Befragung von Konsument:innen, über ein Jahr weiter: Auftragseingänge, Baugenehmigungen, Aktienkurse, ZEW-Index |
| Präsenzindikatoren gleichlaufend | …die aktuelle Lage | BIP-Entwicklung, Industrieproduktion, Kapazitätsauslastung, Einzelhandelsumsätze |
| Spätindikatoren nachlaufend | …die vergangene Entwicklung, mit Verzögerung | Arbeitslosenquote, Insolvenzzahlen, Tarifabschlüsse und Löhne |
Das Skript nennt nur die Frühindikatoren namentlich. Präsenz- und Spätindikatoren sind ergänzt – sie gehören aber zur Definition dazu („aktuelle…vergangene Lage“) und werden oft mitgefragt.
Zum ifo-Index steht auf der Folie „2× im Jahr Befragung von Unternehmen“. Tatsächlich erscheint der ifo Geschäftsklimaindex monatlich. Falls in der Klausur nach der Häufigkeit gefragt wird, gilt die Skript-Angabe – korrigiert wird nach dem Unterricht.
Die Arbeitslosenquote ist ein Spätindikator, kein Frühindikator. Unternehmen entlassen erst, wenn die Krise schon da ist, und stellen erst wieder ein, wenn der Aufschwung schon läuft. Beliebte Prüfungsfrage.
Und warum das Ganze wichtig ist: Der Staat kann nur dann rechtzeitig gegensteuern – antizyklisch handeln, Thema 14 – wenn er die Wende vorher erkennt. Deshalb schaut die Politik so genau auf die Frühindikatoren.
Nenne zwei Frühindikatoren aus dem Skript und sag, wer jeweils befragt wird.
ifo Geschäftsklimaindex – befragt werden Unternehmen (Lage und Erwartung). GfK Konsumklimaindex – befragt werden Konsument:innen, monatlich über ein Jahr.
Ist die Arbeitslosenquote ein Früh- oder ein Spätindikator? Begründe.
Ein Spätindikator. Betriebe entlassen erst, wenn der Abschwung sich bereits in den Zahlen niedergeschlagen hat, und stellen erst wieder ein, wenn der Aufschwung bereits läuft. Die Quote hinkt der Konjunktur also hinterher.
Warum braucht die Politik gerade Frühindikatoren?
Weil antizyklische Maßnahmen Vorlauf brauchen. Bis ein Konjunkturprogramm beschlossen ist und wirkt, vergehen Monate. Wer erst reagiert, wenn die Rezession sichtbar ist, kommt zu spät – und riskiert, dass die Maßnahme erst im nächsten Aufschwung wirkt und ihn überhitzt.
Antizyklisches Handeln des Staates
Der Name sagt es schon: antizyklisch = gegen den Zyklus. Die Idee (nach dem Ökonomen John Maynard Keynes): Der Staat verstärkt die Konjunkturwelle nicht, sondern glättet sie. Läuft die Wirtschaft schlecht, pumpt er Geld hinein. Läuft sie heiß, nimmt er Geld heraus.
| Abschwung / Depression Wirtschaft beleben | Hochkonjunktur / Boom Wirtschaft dämpfen | |
|---|---|---|
| Einnahmenseite | Steuern senken Schulden aufnehmen Abschreibungen verbessern | Steuern erhöhen Schulden zurückzahlen Abschreibungen verschlechtern |
| Ausgabenseite | Subventionen einführen / erhöhen Investitionen tätigen / erhöhen | Subventionen kürzen Investitionen kürzen |
Im Abschwung gibt der Staat Geld in die Wirtschaft, im Boom nimmt er es heraus. Alle sechs Maßnahmen der linken Spalte tun dasselbe – sie lassen Geld bei Bürgern und Unternehmen oder geben welches dazu. Die rechte Spalte ist einfach das Gegenteil. Du musst nur eine Spalte lernen.
Der Wirkmechanismus, falls danach gefragt wird: Steuern runter und Subventionen rauf → Haushalte und Unternehmen haben mehr Geld → sie konsumieren und investieren mehr → die Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts → die Unternehmen produzieren mehr und stellen ein → die Konjunktur zieht an. Das ist Thema 9, angewandt auf die Gesamtwirtschaft.
- Time-Lag / Zeitverzögerung: Bis eine Maßnahme beschlossen ist und wirkt, kann die Konjunkturphase schon vorbei sein. Dann wirkt sie prozyklisch und heizt einen Boom noch an.
- Schuldenproblem: Im Abschwung nimmt der Staat Schulden auf – im Boom werden sie aber selten zurückgezahlt. Über mehrere Zyklen wächst der Schuldenberg.
- Prozyklisch wäre das Gegenteil: im Abschwung sparen und Investitionen kürzen. Das verstärkt die Krise – deshalb macht man es nicht.
Die Wirtschaft ist in der Rezession. Nenne vier antizyklische Maßnahmen des Staates.
Z. B.: Steuern senken, Schulden aufnehmen, Abschreibungsmöglichkeiten verbessern (Einnahmenseite) sowie Subventionen einführen oder erhöhen und Investitionen tätigen oder erhöhen, etwa in Straßen, Schulen, Digitalisierung (Ausgabenseite).
Warum erhöht der Staat im Boom die Steuern?
Um die Wirtschaft zu dämpfen. Im Boom sind die Kapazitäten voll ausgelastet und die Preise steigen stark – es droht Inflation. Höhere Steuern nehmen Kaufkraft aus dem Markt, die Nachfrage sinkt, die Überhitzung wird gebremst. Nebeneffekt: Der Staat kann Schulden aus dem Abschwung tilgen.
Was wäre prozyklisches Handeln, und warum ist es problematisch?
Prozyklisch heißt mit der Welle handeln: im Abschwung sparen und Investitionen kürzen, im Boom zusätzlich Geld hineingeben. Das verstärkt die Ausschläge – die Krise wird tiefer, der Boom überhitzt.
Arbeitsmarktpolitik
Arbeitslosigkeit hat nicht eine Ursache, sondern vier – und je nach Ursache hilft eine andere Maßnahme. Genau darum geht es in der Klausur meistens: erkennen, welche Form vorliegt.
| Form | Entsteht durch… | Beispiele | Temporär? |
|---|---|---|---|
| Saisonale AL | …bestimmte Jahreszeiten | Baugewerbe im Winter, Eisdielen und Gastronomie, Landwirtschaft | ja |
| Friktionelle AL Reibungs- oder Sucharbeitslosigkeit | …den Übergang zwischen zwei Jobs; kann auch gewollt sein | Job- oder Wohnortwechsel, zwei Monate zwischen altem und neuem Vertrag | ja |
| Konjunkturelle AL | …die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage (Rezession, Depression) | Auftragseinbruch, Kurzarbeit, Entlassungswellen in der Krise | nein |
| Strukturelle AL | …den Strukturwandel – Rationalisierung, Digitalisierung, Kohleausstieg. Ganze Berufsbilder verschwinden. | SB-Kassen statt Kassenpersonal, Kohlebergbau, Reisebüros durch Online-Buchung | nein – am hartnäckigsten |
Maßnahmen gegen die nicht-temporäre Arbeitslosigkeit
Das Skript ist hier präzise: Diese Maßnahmen richten sich gegen die nicht temporäre Arbeitslosigkeit – also gegen die konjunkturelle und die strukturelle.
- Kurzarbeit – die Arbeitszeit wird reduziert statt zu kündigen; die Agentur für Arbeit zahlt einen Teil des Lohns
- Umschulungen und Weiterbildungen – Qualifikation an neue Anforderungen anpassen
- Staatliche Förderung von Betrieben – Subventionen, Zuschüsse, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben
- Arbeit anders verteilen – Teilzeitstellen, Arbeitszeitkonten und flexible Arbeitszeiten, Frührente
Gegen konjunkturelle Arbeitslosigkeit hilft vor allem Kurzarbeit und die Belebung der Nachfrage – also antizyklische Politik (Thema 14). Sie verschwindet mit dem nächsten Aufschwung von selbst.
Gegen strukturelle Arbeitslosigkeit hilft nur Qualifizierung: Umschulung und Weiterbildung. Der alte Arbeitsplatz kommt nicht zurück – das Berufsbild ist weg.
Saisonale und friktionelle Arbeitslosigkeit bekämpft man gar nicht. Sie gehen von selbst vorbei und gehören zu einem funktionierenden Arbeitsmarkt dazu.
Vollbeschäftigung bedeutet nicht 0 % Arbeitslosigkeit. Saisonale und friktionelle Arbeitslosigkeit gibt es immer – irgendwer wechselt gerade den Job. Als Vollbeschäftigung gilt in Deutschland üblicherweise eine Arbeitslosenquote von rund 3 %. Das ist das Ziel „hoher Beschäftigungsstand“ aus dem magischen Viereck.
Ein Reisebüro schließt, weil alle online buchen. Welche Form von Arbeitslosigkeit?
Strukturelle Arbeitslosigkeit. Es ist kein vorübergehendes Tief, sondern ein dauerhafter Strukturwandel – das Berufsbild verschwindet. Hilft: Umschulung und Weiterbildung.
Ein Dachdecker ist im Januar arbeitslos. Welche Form – und was tut man dagegen?
Saisonale Arbeitslosigkeit, weil sie an eine bestimmte Jahreszeit gebunden ist. Man bekämpft sie nicht mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen – sie ist temporär und endet mit dem Frühjahr von selbst.
Wie funktioniert Kurzarbeit, und gegen welche Form richtet sie sich?
Statt zu kündigen, reduziert der Betrieb die Arbeitszeit; einen Teil des ausfallenden Lohns übernimmt die Agentur für Arbeit. Damit richtet sie sich vor allem gegen konjunkturelle Arbeitslosigkeit: Der Betrieb hält seine eingearbeiteten Fachkräfte durch die Krise und ist beim Aufschwung sofort wieder arbeitsfähig.
Welche zwei Formen bekämpft man gar nicht, und warum nicht?
Saisonale und friktionelle Arbeitslosigkeit. Beide sind temporär – sie enden von allein. Friktionelle Arbeitslosigkeit ist sogar Zeichen eines beweglichen Arbeitsmarkts, auf dem Menschen den Job wechseln können.
Geld, Inflation und die EZB
Was Geld wert ist, wer bei Inflation gewinnt und mit welchen drei Hebeln die EZB gegensteuert.
Die Auswirkungen der Inflation
Erst: Was ist Geld überhaupt wert?
Der Wert des Geldes bemisst sich allein daran, wie viel Waren und Dienstleistungen man dafür kaufen kann. Das nennt man Kaufkraft. Ein 50-Euro-Schein ist nur so viel wert wie das, was man dafür bekommt.
Inflation ist der anhaltende Anstieg des Preisniveaus. Und weil die Preise steigen, bekommt man für denselben Betrag weniger – die Kaufkraft sinkt. Gemessen wird das mit dem Verbraucherpreisindex: Das Statistische Bundesamt beobachtet einen Warenkorb aus rund 650 Gütern mit etwa 300.000 Preisen, gewichtet nach Durchschnittsbedarf (das Wägungsschema), und passt ihn alle fünf Jahre an verändertes Konsumverhalten an. Das Inflationsziel der EZB liegt bei 2 %.
Wer verliert, wer gewinnt
| Von der Inflation betroffen | Warum |
|---|---|
| Gehaltsempfänger:innen | Löhne steigen langsamer als die Preise – der Reallohn sinkt, obwohl der Nominallohn vielleicht steigt |
| Rentenbezieher:innen | Renten werden nur nachträglich und oft geringer angepasst als die Preise steigen |
| Sparer:innen | Das Guthaben verliert real an Wert, sobald der Zins unter der Inflationsrate liegt |
| Von der Inflation profitierend | Warum |
|---|---|
| Kreditnehmer:innen | Die Schuldsumme bleibt nominal gleich, ist real aber weniger wert – und das Einkommen zum Tilgen steigt mit |
| Der Staat | Größter Schuldner überhaupt (entschuldet sich also real) und nimmt zugleich mehr Steuern ein: die Umsatzsteuer wächst mit den Preisen, bei der Lohnsteuer wirkt die kalte Progression |
| Aktienbesitzer:innen | Aktien sind Sachwerte; Unternehmen können gestiegene Kosten über Preise weitergeben |
| Immobilienbesitzer:innen | Sachwerte steigen im Preis mit, Mieten lassen sich anpassen |
Geldvermögen verliert, Sachvermögen und Schulden gewinnen. Wer Geld hat (Sparer, Gehalts- und Rentenempfänger), verliert. Wer Geld schuldet oder Sachwerte besitzt (Kreditnehmer, Staat, Aktien- und Immobilienbesitzer), gewinnt. Damit kannst du jede Personengruppe selbst einordnen.
Warum zielt die EZB auf 2 % und nicht auf 0 %? Weil das Gegenteil – die Deflation, ein anhaltendes Sinken der Preise – gefährlicher ist. Wenn alle erwarten, dass morgen alles billiger wird, schieben sie Käufe auf. Die Nachfrage bricht ein, Unternehmen senken Preise weiter, entlassen Personal, die Nachfrage sinkt noch mehr: eine Abwärtsspirale. Ein kleiner, stabiler Preisanstieg hält genug Sicherheitsabstand dazu.
Warum profitiert ausgerechnet der Staat von Inflation?
Gleich doppelt: Er ist der größte Schuldner – seine Schulden verlieren real an Wert. Und seine Steuereinnahmen steigen: Die Umsatzsteuer wächst automatisch mit den Preisen, und bei der Lohnsteuer rutschen Menschen durch nominale Lohnerhöhungen in höhere Steuersätze, ohne real mehr zu haben (kalte Progression).
Eine Sparerin hat 10.000 € zu 1 % Zinsen, die Inflation liegt bei 4 %. Was passiert real?
Sie verliert. Nominal hat sie nach einem Jahr 10.100 €, aber die Preise sind um 4 % gestiegen. Real ist ihr Geld rund 3 % weniger wert als vorher. Genau deshalb gehören Sparer:innen zu den Verlierern der Inflation.
Wie wird die Inflation gemessen?
Über den Verbraucherpreisindex. Grundlage ist ein Warenkorb mit rund 650 Gütern und etwa 300.000 Preisen, die nach dem Durchschnittsbedarf gewichtet sind (Wägungsschema). Der Warenkorb wird alle fünf Jahre an das veränderte Konsumverhalten angepasst.
Geldmengensteuerung durch die EZB
Der Grundzusammenhang
Alles in diesem Thema hängt an einer einzigen Kette:
Mehr Geld im Umlauf → mehr Nachfrage → die Preise steigen → Inflation. Und umgekehrt. Weil das so ist, kann die EZB die Inflation steuern, indem sie die Geldmenge steuert. Genau das ist Geldpolitik.
Die Aufgaben der EZB: Stabilität des Euro (Inflationsziel 2 %), Steuerung der Geldmenge und die Bankenaufsicht. Entschieden wird im EZB-Rat.
Die drei Instrumente
| Instrument | Was es ist | Geldmenge senken | Geldmenge erhöhen |
|---|---|---|---|
| Leitzins | Der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der EZB Geld leihen können | Zins hoch – Geld leihen wird teuer, Banken vergeben weniger Kredite | Zins runter – Kredite werden billig, es wird mehr geliehen |
| Mindestreserve | Der Anteil, den Banken bei der EZB hinterlegen müssen und nicht weiterverleihen dürfen | Reserve hoch – Banken können weniger verleihen | Reserve runter – Banken können mehr verleihen |
| Offenmarktgeschäfte | Kauf und Verkauf von Anleihen (Schuldverschreibungen) durch die EZB | EZB verkauft Anleihen – sie zieht Geld aus dem Markt | EZB kauft Anleihen – sie gibt Geld in den Markt |
Was ist eine Anleihe? Eine Schuldverschreibung – ein Wertpapier, mit dem sich jemand Geld leiht und dafür Zinsen zahlt. Das Skript-Beispiel: 100 Millionen Euro, ausgegeben am 01.03.2023, Zinssatz 4,5 % zahlbar am 31.12. jeden Jahres, Laufzeit bis 31.12.2028.
Du musst dir nicht drei Mechanismen merken, sondern eine Richtung. Will die EZB die Inflation bekämpfen, nimmt sie Geld aus dem Markt: Leitzins hoch, Mindestreserve hoch, Anleihen verkaufen. Will sie die Wirtschaft beleben, gibt sie Geld hinein: Leitzins runter, Mindestreserve runter, Anleihen kaufen.
Und noch ein Detail, das im Skript steht: Neben dem Leitzins (Wochenkredite an Banken) gibt es die kurzfristigen Zinssätze der ständigen Fazilitäten – Geld, das Banken über Nacht bei der EZB anlegen oder aufnehmen können.
Die Inflation liegt bei 6 %. Was tut die EZB – mit allen drei Instrumenten?
Sie muss die Geldmenge verringern: Leitzins erhöhen (Kredite werden teurer, es wird weniger geliehen), Mindestreserve erhöhen (Banken können weniger verleihen), Anleihen verkaufen (Geld fließt aus dem Markt zurück zur EZB). Weniger Geld → weniger Nachfrage → die Preise steigen langsamer.
Erkläre in einer Kette, wie eine Leitzinssenkung bei den Verbrauchern ankommt.
EZB senkt den Leitzins → Banken bekommen bei der EZB billiger Geld → sie geben günstigere Kredite an Unternehmen und Privatpersonen weiter → mehr Kredite werden aufgenommen → Unternehmen investieren, Haushalte konsumieren mehr → die Geldmenge und die Nachfrage steigen → die Wirtschaft wird belebt (und die Inflation zieht tendenziell an).
Was ist die Mindestreserve, und wie wirkt eine Erhöhung?
Der Anteil, den Banken bei der EZB als Guthaben zurückhalten müssen und nicht weiterverleihen dürfen. Wird sie erhöht, bleibt den Banken weniger Geld zum Verleihen → weniger Kredite → die Geldmenge sinkt.
Die EZB kauft Anleihen. Steigt oder sinkt die Geldmenge – und warum?
Sie steigt. Die EZB bezahlt die Anleihen mit neu geschaffenem Geld, das an die Banken fließt. Die haben dadurch mehr Geld zur Verfügung und können mehr Kredite an Unternehmen vergeben.
Die große Übersicht
Die letzte inhaltliche Folie des Skripts fasst Fiskal- und Geldpolitik nebeneinander zusammen. Wenn du diese Tabelle beherrschst, hast du Block C, D und E in einem – und kannst fast jede Transferfrage beantworten.
| Wer | Hebel | Wirtschaft beleben · Inflation fördern | Wirtschaft dämpfen · Inflation bekämpfen |
|---|---|---|---|
| Staat Fiskalpolitik | Steuern Einkommen-/Lohnsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer | senken | erhöhen |
| Ausgaben Investitionen in Infrastruktur, Transferleistungen an Bürger:innen, direkte Subventionen | erhöhen | kürzen | |
| EZB Geldpolitik | Zinsen Leitzins, kurzfristige Sätze der ständigen Fazilitäten | senken | erhöhen |
| Mindestreserve Anteil, den Banken zurückhalten müssen | senken | erhöhen | |
| Anleihen Offenmarktgeschäfte | kaufen | verkaufen |
Die linke Spalte gibt Geld in die Wirtschaft, die rechte nimmt es heraus. Jede einzelne Maßnahme – egal ob vom Staat oder von der EZB, egal ob Steuer, Zins oder Anleihe – lässt sich in genau eine dieser beiden Richtungen einordnen. Wenn dir in der Klausur eine Maßnahme begegnet, die du nicht auswendig weißt, frag dich einfach: Kommt dabei mehr Geld in den Markt oder weniger?
Typische Klausurfallen
Das sind die Stellen, an denen erfahrungsgemäß Punkte verloren gehen. Geh sie am Vorabend noch einmal durch.
1 Minimal- und Maximalprinzip verwechseln
Der Name nennt, was du veränderst, nicht was feststeht. Minimalprinzip: Ziel fest, Mittel minimieren. Maximalprinzip: Mittel fest, Ertrag maximieren. Und: „Mit wenig Mitteln viel erreichen“ ist kein gültiges Prinzip.
2 Zielkonflikt ohne Begründung nennen
Zwei Ziele aufzählen reicht nicht. Es braucht das „weil“ – warum behindert das eine das andere? Und: zwei verschiedene Zielkategorien.
3 Kurvenbewegung und Kurvenverschiebung durcheinanderbringen
Ändert sich der Preis, bewegst du dich auf der Kurve. Ändert sich etwas anderes (Einkommen, Kosten, Steuern, Trends), verschiebt sich die ganze Kurve. Nur Letzteres ist der Marktmechanismus.
4 Mindestpreis und Höchstpreis vertauschen
Mindestpreis liegt oben (schützt den Anbieter) → Angebotsüberhang. Höchstpreis liegt unten (schützt den Käufer) → Nachfrageüberhang.
5 Fiskalpolitik und Geldpolitik verwechseln
Staat = Fiskalpolitik (Steuern, Ausgaben), Ziel: Wirtschaft stabil halten. EZB = Geldpolitik (Zins, Mindestreserve, Anleihen), Ziel: Euro stabil halten. Der Staat kann den Leitzins nicht senken.
6 Ordnungs-, Struktur- und Prozesspolitik falsch zuordnen
Frag nach der Reichweite: gilt für alle → Ordnung. Gilt für einzelne Betriebe, Branchen, Regionen → Struktur. Zielt auf die Gesamtkonjunktur → Prozess.
7 Die Arbeitslosenquote als Frühindikator bezeichnen
Sie ist ein Spätindikator. Frühindikatoren sind die Befragungen: ifo Geschäftsklima und GfK Konsumklima.
8 Bei Inflation nur die Verlierer nennen
Es wird fast immer nach beiden Seiten gefragt. Merksatz: Geldvermögen verliert (Sparer, Gehalt, Rente), Sachwerte und Schulden gewinnen (Kreditnehmer, Staat, Aktien, Immobilien).
9 Die Richtung der EZB-Instrumente verdrehen
Alle drei wirken gleich. Hoch bei Zins und Reserve bedeutet weniger Geld. Bei den Anleihen: kaufen = Geld hinein, verkaufen = Geld heraus. Bei Unsicherheit die Frage stellen: kommt Geld in den Markt oder geht es raus?
10 BIP und BNE vertauschen
BIP = Inlandsprinzip (wo wurde produziert?). BNE = Inländerprinzip (wer hat produziert?). Der Wortanfang verrät es: Inlandsprodukt vs. Nationaleinkommen.
Wenn dir bei einer Frage die Definition fehlt, schreib trotzdem etwas hin: Erkläre die Sache in eigenen Worten und nenne ein Beispiel. In VWL-Klausuren gibt es fast immer Punkte auf ein richtiges Beispiel mit richtiger Begründung – auch ohne den Fachbegriff. Ein leeres Feld bringt garantiert null.
Inhaltliche Grundlage: Unterrichtsmaterialien MPW I + II, Dozent Rolf Janßen, Mediacampus Frankfurt 2026, Fachbereich WiSo – sowie das Blatt Zusammenfassung MPW BHL_KIE_ECK mit dem klausurrelevanten Stoff.
Gelb markierte Abschnitte sind Ergänzungen und stehen so nicht im Skript.